
Gerhard Moll, Hiddensee, um 1943, Öl auf Leinwand, 605 x 905 mm
In diesem Jahr geht die traditionelle Ahrenshooper Kunstauktion in ihre 52. Runde.
Die Vorbesichtigung zur Auktion beginnt mit ausgewählten Werken am 1. Juli 2026 in Berlin und wird ab dem 10. Juli 2026 mit allen Arbeiten in Ahrenshoop fortgesetzt.
Zahlreiche namhafte Künstler und deren Werke machen die diesjährige Ausgabe der Ahrenshooper Sommerauktion zu einem besonderen Erlebnis.
Ein thematischer Schwerpunkt ist die Zeit der Künstlerkolonien in Deutschland, mit Fokus auf die Orte an der Ostseeküste. Neben der 1892 gegründeten Ahrenshooper Künstlerkolonie sind das Hiddensee, Usedom, Schwaan und Nidden.

Dafür stehen Namen wie Paul Müller-Kaempff, Louis Douzette und Walter Moras, deren stimmungsvolle Winterbilder zu den Highlights der Auktion gehören. Ebenso herausragend sind Carl Malchins „Morgendämmerung“ sowie das Werk „Herbstzeit“ von Elisabeth von Eicken. Weitere namhafte Vertreter sind u. a. Friedrich Wachenhusen, Heinrich Schlotermann, Dora Koch-Stetter, Elisabeth Büchsel, Clara Arnheim, Karen Schacht, Otto Niemeyer-Holstein, Wilhelm Facklam, Carl Saltzmann, Karl Eulenstein und Carl Knauf.
Auch die „durchreisenden“ Künstler sind mit Spitzenwerken prominent vertreten:
Von Lyonel Feininger sind vier poetische Zeichnungen im Angebot und von Max Pechstein ein seltener Holzschnitt aus seiner Zeit bei der Künstlergruppe „Die Brücke“.
Erstmalig ist ein Landschaftsgemälde des Malers Arthur Segal dabei. Sein „Felsen am Meere“ beeindruckt mit expressiver Farbigkeit und Formsprache.

Zu den Raritäten zählen das Gemälde „Leuchtturm Darßer Ort“ des Malers Hans Brass aus dem Jahr 1931 und das Gemälde „‘Süd-pehrd‘ bei Göhren, Mönchgut“ des Malers Eugen Bracht aus dem Jahr 1877.
Max Kaus brilliert in der Sommerauktion mit seinem Gemälde „Nächtliche Dünen“ aus dem Jahr 1952.
Die Ahrenshooper Moderne ist mit einer außerordentlich starken Position des Bildhauers Gerhard Marcks präsent. Seine Bronze „Sich niedertuende Kuh“ aus dem Jahr 1949 gehört ohne Zweifel zu einem Höhepunkt im Schaffen des Künstlers und wurde bereits mehrfach international ausgestellt.
Edmund Kesting, dessen große Retrospektive am 2. August 2026 in Halle/Saale startet, ist mit einer ganzen Reihe von Werken an der Auktion beteiligt. Hervorzuheben ist hier sein Gemälde „Teufelsfische“, welches die Experimentierfreudigkeit des Künstlers wieder einmal beeindruckend unter Beweis stellt.
Auffallend sind die zahlreichen Plastiken dieser Sommerauktion.
Neben der Arbeit von Gerhard Marcks kommen auch das große „Mondboot“ des Rostockers Jo Jastram und die Bronze „Balance“ der Bildhauerin Sylvia Hagen zum Aufruf. Die Tierplastik „Reiher“ von Wilhelm Krieger aus dem Jahr 1920 ist ein weiteres Highlight der Auktion.
Namhafte zeitgenössische Künstler wie Neo Rauch, Bernhard Heisig, Harald Metzkes, Günther Rechn, Reinhard Minkewitz, Egon Pukall, Günther Hornig, Horst Jährling, Moritz Götze, Wolfgang Leber, Wieland Payer und Friedrich Porsdorf setzen wesentliche Akzente im Auktionsangebot.

Die Auktion findet am 1. August 2026 ab 18 Uhr in der Strandhalle Ahrenshoop statt.
Die Vorbesichtigung des gesamten Auktionskonvolutes ist vom 10. bis 31. Juli 2026 in der Strandhalle (Dorfstraße 16 b, 18347 Ahrenshoop) und im Kunstkaten Ahrenshoop (Strandweg 1, 18347 Ahrenshoop) möglich.
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr
Bieterkartenregistrierungen, schriftliche Gebote sowie Anmeldungen zum telefonischen Bieten für die Auktion können während der Vorbesichtigung in den jeweiligen Häusern oder im Büro der Ahrenshooper Kunstauktionen abgegeben werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, direkt über den Online-Katalog auf der Website der Ahrenshooper Kunstauktionen (www.ahrenshoop-kunstauktion.de) Gebote abzugeben.
Das Online-Live-Bieten am Auktionsabend ist, nach vorheriger Registrierung auf der Plattform, über Lot-tissimo möglich.