9. Ahrenshooper Winterauktion


Alfred Partikel, Zyklamen, Öl auf Leinwand, auf Hartfaser, 1927, 675 x 863 mm

Mehr als 130 Werke aus drei Jahrhunderten:

Die Ahrenshooper Winterauktion spannt einen Bogen von der Spätromantik, über die Moderne, die Postmoderne bis zur zeitgenössischen Kunst. Dabei konzentriert sie den Blick auf die Ahrenshooper Künstlerkolonie, deren baltische Nachbarkolonien und das weitere künstlerische Umfeld bis in die Gegenwart.

Die Auktion um den Jahreswechsel, im Jahr 2017 ursprünglich als einmaliges Event gestartet, hat sich im Laufe der Jahre zu einer festen und ernstzunehmenden Größe auf dem norddeutschen Auktionsmarkt etabliert.

Auch in diesem Winter wartet die Ahrenshooper Kunstauktion mit einem handverlesenen Portfolio auf.

Albert Ebert, Anbetung der Hirten und Könige, Öl auf Hartfaser, 1971, 104 x 228 mm

So ist der auf Auktionen äußerst selten zu findende Hallesche Maler Albert Ebert (1906-1976) gleich mit vier bezaubernden Ölminiaturen vertreten. Darunter die „Anbetung der Hirten und Könige“ mit dem höchsten Einstiegspreis der Auktion von 12.000 Euro.

Rar sind auf dem Markt ebenfalls Gemälde des Malers Alfred Partikel (1888-1945). Das Auktionshaus präsentiert vier Ölbilder, darunter das bekannte, in Ahrenshoop entstandene Werk „Zyklamen“ (Aufrufpreis 8.500 Euro) aus dem Jahr 1927.

Ebenso überrascht die große Auswahl von fünf qualitätvollen Gemälden der Stralsunderin Elisabeth Büchsel (1867-1957). Hier kommen zwei stimmungsvolle Hiddensee-Motive, zwei Stralsund-Ansichten und ein seltener männlicher Akt zum Aufruf.

Lyonel Feininger, Wolkenformation über der Ostsee, Wachskreide und Bleistift auf Papier, 1934, 141 x 222 mm

Zu den Highlights der Winterauktion gehören die drei farbigen Ostseezeichnungen Lyonel Feiningers (1871-1956). Sie entstanden in der ersten Hälfte der dreißiger Jahre, kurz vor der Emigration der Familie in die USA und zeigen die Auseinandersetzung Feiningers mit der Weite der Ostseelandschaft, den schnell wechselnden Wolkenformationen über den Dünen und dem Meer. Hier liegen die Aufrufpreise zwischen 6.500 und 9.500 Euro.

Ahrenshooper Künstlerkolonisten wie Paul Müller-Kaempff (1861-1941), Friedrich Wachenhusen (1859-1925) und Fritz Grebe (1850-1924), von dem u. a. ein besonderes Gemälde aus der Zeit der Gründung der Künstlerkolonie im Angebot ist, gehören fest zum Programm der Winterauktion.

Der Dresdner und Wahl-Ahrenshooper Hans Kinder (1900-1986) ist anlässlich seines 125. Geburtstages gleich mit vier Arbeiten vertreten, die die thematische Spannweite seiner künstlerischen Arbeit beeindruckend abbilden.

Auch sein Kollege und Ahrenshooper Nachbar Edmund Kesting (1892-1970) hat in diesem Winter einen starken Auftritt.
Kurz vor der großen Retrospektive des Künstlers im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) im Jahr 2026 sind vier Arbeiten aus verschiedensten Schaffensphasen des Künstlers im Angebot der Auktion.

Anlässlich des 85. Geburtstages und der kommenden Ausstellung des Malers und Zeichners Hans Ticha (*1940) in der Kunsthalle Rostock finden sich zwei bedeutende Gemälde des Künstlers in der Auktion.

Begeisternde Akzente mit ihren großformatigen Arbeiten setzen u. a.: Trak Wendisch (*1958) mit „Unchain my Heart“ aus dem Jahr 1988, Stefan Plenkers (1945-2024) mit seinem „Tanz“, Christopher Lehmpfuhl (*1972) mit dem stimmungsvollen „Morgenlicht am Deich“ und Harald Metzkes (*1929) mit „Drache und Affe“ aus dem Jahr 1992.

Jo Jastram, Kleines Mondboot, Bronze, 1997, 300 x 330 x 140 mm

Vier Kleinplastiken finden sich in der Auswahl zur 9. Ahrenshooper Winterauktion.
Zwei Arbeiten des Mecklenburger Bildhauers Jo Jastram (1928-2011), darunter sein populäres „Kleines Mondboot“, „Die Woge“ von Theo Balden (1904-1995) und die „Daphne II“ von Wieland Förster (*1930).

An den 100. Geburtstag des Leipziger Malers Bernhard Heisig (1925-2011)  erinnert das Auktionshaus mit einer weiteren Fassung des Gemäldes „Alte Trompete“ aus dem Jahr 1972.

Weitere Künstlerinnen und Künstler in der Auktion sind Louis Douzette, Walter Libuda, Otto Möhwald, Jürgen Böttcher, Jürgen Wenzel, Max Schwimmer, Gerlinde Creutzburg, Manfred Kastner, Wolfgang Leber, Gerhard Marcks, Wolfgang Mattheuer, Marie Hager, Moritz Götze, Karl Eulenstein, Kate Diehn-Bitt, Franz Bunke, Tom Beyer, Christa Böhme, Hermann Bachmann, Curt Querner, Ernst Schroeder u. a.

 

Die Auktion findet am 30. Dezember 2025 ab 18 Uhr in der Strandhalle Ahrenshoop statt.

Die Vorbesichtigung des gesamten Auktionskonvolutes ist vom 17. bis 29. Dezember 2025 in der Strandhalle (Dorfstraße 16 b, 18347 Ahrenshoop) und der Galerie Alte Schule Ahrenshoop (Dorfstraße 16, 18347 Ahrenshoop) möglich.
Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr, 24./25./26. Dezember geschlossen,
29. Dezember 10 bis 14 Uhr

Bieterkartenregistrierungen, schriftliche Gebote sowie Anmeldungen zum telefonischen Bieten für die Auktion können während der Vorbesichtigung in den jeweiligen Häusern oder im Büro der Ahrenshooper Kunstauktionen abgegeben werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, direkt über den Online-Katalog auf der Website der Ahrenshooper Kunstauktionen (www.ahrenshoop-kunstauktion.de) Gebote abzugeben.
Das Online-Live-Bieten am Auktionsabend ist, nach vorheriger Registrierung auf der Plattform, über Lot-tissimo möglich.