Egon Pukall Katalog erscheint zur Ausstellung in Ahrenshoop!

Egon Pukall – Malerei und Arbeiten auf Papier

Komm! ins Offene, Freund!

Zur Vernissage der Ausstellung am 27.9.2019 um 19 Uhr erscheint ein 56seitiger Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen und einem Text von Robert Dämmig.

Egon Pukall

Egon Pukall, „Am Friedhof, Großenhain“, um 1962, Öl auf Hartfaserplatte, 39 x 48 cm

Die zweite Einzelausstellung des Dresdner Malers Egon Pukall in der

Galerie Alte Schule Ahrenshoop legt diesmal den Schwerpunkt auf Werke, die das

unmittelbare Lebensumfeld des Künstlers reflektieren.

Einige Arbeiten aus dem Frühwerk, sowie Zeichnungen und Tafelbilder von seinen

Ostseeaufenthalten sind ebenfalls zu sehen.

Eine zentrale Rolle für das Werk Pukalls spielt das Künstlerhaus Dresden Loschwitz,

in dem Pukall von 1961 bis 1989 lebte und arbeitete.

In 1960er, 70er und 80er Jahren lebten und arbeiteten dort neben Egon Pukall unter

anderem Künstler wie Hermann Glöckner, Max Uhlig, Wilhelm Lachnit, Hans Jüchser

und Helmut Schmidt-Kirstein.

Für Pukall war Dresden Loschwitz das Tor zur Welt, ja die Welt selbst.

Hier findet er all die Formen und Farben, die Landschaften, die ihm als Künstler

Anker und Triebfeder sind.

Egon Pukall

Egon Pukall, „Moritzburg mit Leuchtturm“, 1980, Öl auf Hartfaserplatte, 46 x 38 cm

Hier findet er das Italienische, das Französische, findet er die Würde einer

Landschaft, die, teils durch Krieg und Zerstörung geschunden, vor seinen Augen und

durch seine Malerei wieder in ein Gleichgewicht, in eine zukunftsweisende Harmonie

findet.

Sächsische Landschaften bleiben die wichtigste Inspirationsquelle Egon Pukalls.

In dieser Landschaft entstehen die wichtigsten und intensivsten Arbeiten des

Künstlers.

Egon Pukall

Egon Pukall, „Interieur Frühling „, 1976, Öl auf Hartfaserplatte,
90 x 60 cm

Hier vermag Pukall eine empathische Sehnsucht zu formulieren, die bis heute nichts

an ihrer Gültigkeit verloren hat. Ohne Zweifel ist er inspiriert durch das Licht

französischer, italienischer Landschaften, durch das Licht der Impressionisten.

Aber seine Bilder sprechen nicht vom Weggehen.

Sie wollen bleiben. Genau da, wo sie sind.

Pukalls künstlerischer Blick auf eine vergleichsweise kleine Region mag heute,

angesichts der scheinbar unbegrenzten globalisierten Möglichkeiten, befremdlich

wirken.

Sicher muss die damalige politische Situation in der DDR unbedingt mit in Betracht

gezogen werden. Egon Pukall war aber einer jener Künstler, die in ihrer

unmittelbaren Umgebung die ganze Welt fanden, für die das Wort Heimat; so

konservativ und verdächtig dieses heute manchem kulturellen Jetsetter auch

scheinen mag; eine elementare, lebensnotwendige und unabdingbare Konstruktion

war.

Egon Pukall

Egon Pukall, „Stillleben“, 1963, Öl auf Hartfaserplatte,
65 x 50 cm

Der Lesbarkeit seiner Kunst ist deshalb keineswegs eingeschränkt, vielmehr zieht sie

ihre Bedeutung und Kraft genau aus dem Umstand der Konzentration und

Bezogenheit auf den intellektuell wie künstlerisch immer wieder durchgearbeiteten

und überschaubaren Bereich eines unmittelbar erlebbaren Umfeldes.

Sein Werk ist eines von lebendiger Kraft und gleichzeitig kontemplativer Stille.

Egon Pukall wäre in diesem Jahr 85 Jahre alt geworden.

Robert Dämmig

Egon Pukall

Egon Pukall, „Loschwitzer Friedhofsgärtnerei“, 1970, Öl auf Hartfaserplatte,
60 x 50 cm

Ausstellungsdaten

Künstler: Egon Pukall

Titel: „KOMM! ins Offene, Freund!“

Vernissage: 27. September 2019 um 19 Uhr

Einführung: Robert Dämmig (Berlin)

Ausstellungsdauer: 28. September bis 03. November 2019

Ort: Galerie Alte Schule Ahrenshoop, Dorfstr. 16,

18347 Ahrenshoop

Kontakt: info@galerie-alte-schule-ahrenshoop.de

Internet: www. galerie-alte-schule-ahrenshoop.de

Telefon: 038220 66 33 0

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 10 – 13 und 14 bis 17 Uhr

Sonst nach telefonischer Vereinbarung